Die seit Januar 2021 geltende SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung wird verlängert und ergänzt: Sie gilt bis zum 30. Juni 2021, parallel zum Infektionsschutzgesetz mit der Bundes-Notbremse.

Update Corona Arbeitsschutzverordnung

Hier die wichtigsten Fragen zu neuen Rechten und Pflichten.

Müssen Betriebe Selbst- und Schnelltests verpflichtend anbieten?

Ja. Pro Woche müssen Betriebe ihren Mitarbeitenden mindestens 1 Test zur Verfügung stellen, die einen direkten Erregernachweis des Coronavirus Sars Cov-2 erbringen. Beschäftigte, die durch ihre Tätigkeit häufige Kontakte zu anderen Menschen haben oder körpernahe Dienstleistungen ausführen, gelten als besonders gefährdet. Ihnen müssen Arbeitgebende mindestens 2-mal pro Woche entsprechende Tests anbieten.

Welche Tests können betrieblich angeboten werden?

Antigen-Schnelltests, Selbsttests oder PCR-Tests. Nicht dazu zählen Antikörpertests. Sie weisen nicht das Coronavirus Sars Cov-2 selbst nach, sondern nur Antikörper, die nach Infektion oder Impfung gebildet wurden.

Müssen Beschäftigte betrieblich angebotene Tests nutzen?

Nein, es besteht nach der neuen Arbeitsschutzverordnung keine Verpflichtung für Beschäftigte, sich selbst zu testen oder testen zu lassen. In bestimmten Bereichen und Branchen kann es jedoch abweichende landesschutzrechtliche Regelungen dazu geben.

Gilt das Testangebot auch für Beschäftigte im Homeoffice?

Das hängt davon ab, in welchem Maß Arbeitnehmende am heimischen Arbeitsplatz tätig sind: Sobald Beschäftigte zusätzlich, auch nur gelegentlich, im Betrieb arbeiten, müssen kostenlose Tests angeboten werden.

Für wen besteht überhaupt Homeoffice-Pflicht?

Unternehmen und Betriebe müssen Ihren Mitarbeitenden weiterhin anbieten, im Homeoffice zu arbeiten, wann immer das möglich ist. Neu ist nun, dass Beschäftigte diese Angebote auch annehmen müssen, „soweit ihrerseits keine Gründe entgegenstehen“. Diese könnten beispielsweise geltend gemacht werden, wenn es in der Wohnung keinen adäquaten Arbeitsplatz gibt oder eine Störung durch Dritte zu erwarten ist.

Informiert bleiben

Alles zur aktuellen Corona-Arbeitsschutzverordnung finden Sie auf der Website des
Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS).