Wer in Leitungspositionen authentisch bleibt, hat im Team mehr zu Lachen.

Gesund führen heißt empathisch sein

Gesund führen fängt mit Selbstreflexion an und hat viel mit Empathie für sich und andere zu tun. Lesen Sie hier, warum achtsame Selbstführung so wichtig ist.

Gesundheit gestalten

Im Betrieblichen Gesundheitsmanagement begreifen wir Gesundheit nicht nur durch das Fehlen von Erkrankung oder körperliche Beeinträchtigungen. Es geht vielmehr um das Wohlbefinden auf drei Ebenen: körperlich, geistig und sozial. Krankheiten entstehen dabei durch das Zusammentreffen unterschiedlicher Faktoren in verschiedenen Lebenswelten; am Arbeitsplatz etwa spielen Arbeitsbelastung, Arbeitssinn, Kollegialität und Führungsqualität eine große Rolle. Vieles davon können wir aktiv beeinflussen, indem wir uns selbst oder andere bewusst und damit gesundheitsförderlich führen.

Verantwortung übernehmen

Wenn wir uns fragen, viele Menschen wir eigentlich auf die eine oder andere Weise „führen“, dann wird schnell klar: Verantwortung tragen wir alle. Eltern für ihre Kinder, Angehörige in der Pflege, Führungskräfte am Arbeitsplatz, um nur drei Beispiele zu nennen. Eine Person vergessen wir in der Aufzählung dabei jedoch gern – uns selbst. Dabei ist achtsame Selbstführung die Voraussetzung dafür, richtige Entscheidungen treffen. Denn nur, wer sich selbst kennt, eigenes Handeln verantwortet und sich steuern kann, kann auch Kontexte und andere Menschen verstehen.

Sich selbst führen

Was treibt mich an, was tut mir gut, was raubt mir Energie? Wollen wir uns wirklich kennenlernen, beobachten wir uns aufmerksam. Und fragen uns auch: Was denke ich, was glaube ich, nach welchen Werten handle ich? Achtsamkeit sich selbst gegenüber ist nicht immer leicht – aber sie lohnt sich: Wir nehmen unsere Reaktionen und Emotionen bewusster wahr, wir spüren deutlicher, was wir fühlen. Das ist nicht immer angenehm, doch es gibt uns die Möglichkeit der Selbstregulation. Indem wir das Steuer für unser Handeln in die Hand nehmen, sorgen wir besser für uns und kümmern uns darum, gesund zu bleiben. Üben uns in Mitgefühl und steigern ganz nebenbei unsere Empathiefähigkeit.

Vertrauen schaffen

Empathie steigert die Führungsqualität, denn die Fähigkeit, uns in andere hineinversetzen zu können, fördert Vertrauen und damit die Zusammenarbeit. Mitgefühl erhöht automatisch unsere Präsenz, weil wir aufmerksamer für das sind, was in uns und um uns herum geschieht. Unsere Konzentration steigt, wir handeln mit mehr Fokus, wir gehen gelassener mit Stress um und unser Immunsystem belohnt uns mit mehr Abwehrkraft – wir sind widerstandsfähiger. Das liegt auch an unseren Hormonen. Denn wenn wir uns öffnen und in Resonanz gehen, schütten wir Oxytocin und Serotonin uns. Diese Botenstoffe schenken uns Führungskompetenz von innen: Sie wirken ausgleichend, stärken unsere Bindungsbereitschaft und befähigen uns zu sozialem Handeln.

Empathisch führen

Sich einfühlen bedeutet, sich wirklich zu interessieren. Für sich selbst, für andere, für das Team. Das braucht Zeit, viele Gespräche und echten Kontakt. Wenn wir wissen wollen, wie wir gesundheitsförderlich führen können, müssen wir diejenigen fragen, um die es geht. Partizipation ist hier der Schlüssel: Das geht ganz sachlich über Befragungen und Feedbackrunden, oder persönlicher zum Beispiel in Spaziergängen. Zuhören und Raum geben, damit sich alle Teammitglieder mit ihren eigenen Bedürfnissen auseinandersetzen ist der erste Schritt, zur Selbstführung zu motivieren. Die gute Nachricht: Empathie steckt an! Wer echt und aufmerksam agiert, erntet Wertschätzung. Überträgt sich das in der Gruppe, steigt das soziale Wohlbefinden – und die Gesundheit im Team.

Tipp

Schon mal was vom Empathy-Walk gehört? Wir zeigen Ihnen gern in unseren Coachings, wie Sie das Führungstool zur Teambildung und Konfliktlösung nutzen können.